27. März 2017

Erhöhung der Schwerbehindertenausgleichsabgabe – Meldung bis 31. März 2017

Arbeitgeber, die im Jahresdurchschnitt monatlich über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, sind nach § 72 Sozialgesetzbuch IX verpflichtet, 5 % der Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen.

Wie wird die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ermittelt?

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl pro Jahr ergibt sich aus der kumulierten Beschäftigungszahl pro Monat geteilt durch 12.

Nicht zu berücksichtigen sind
  • Auszubildende,
  • Mitarbeiter, deren wöchentliche Arbeitszeit weniger als 18 Stunden betragen,
  • Stellen, die nur für die Dauer von höchstens 8 Wochen besetzt sind (z.B. aufgrund einer Befristung).

Was ist zu tun, wenn der Umfang an schwerbehinderten Beschäftigten nicht erreicht wird?

In diesem Fall ist für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz eine Ausgleichsabgabe pro Monat zu bezahlen. Für das Jahr 2016 sind dies folgende Sätze (Achtung! Erhöhung ab 2016!):
  • 125 € bei einer Beschäftigungsquote ab 3 % bis unter 5 % (vorher: 115 €)
  • 220 € bei einer Beschäftigungsquote ab 2 % bis unter 3 % (vorher: 200 €)
  • 320 € bei einer Beschäftigungsquote unter 2 % (vorher: 290 €)

Für Arbeitgeber mit weniger als 40 Mitarbeitern gilt:

Sie müssen dann keine Ausgleichsabgabe zahlen, wenn sie jahresdurchschnittlich mindestens "einen" schwerbehinderten Menschen beschäftigen. Arbeitet gar kein Schwerbehinderter im Unternehmen, muss der Arbeitgeber eine Abgabe von 125 € (vorher: 115 €) monatlich bezahlen.

Für Arbeitgeber mit mindestens 40 aber weniger als 60 Mitarbeitern gilt:

Sie sind verpflichtet, jahresdurchschnittlich "zwei" schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Beschäftigt der Arbeitgeber lediglich einen schwerbehinderten Menschen, muss er 125 € (vorher 115 €) monatlich bezahlen. Beschäftigt er keinen schwerbehinderten Menschen, muss er 220 Euro (vorher 200 €) monatlich bezahlen.

Die Meldung zur Schwerbehindertenausgleichsabgabe muss bis spätestens 31. März 2017 an die zuständige Agentur für Arbeit abgegeben werden. Nutzen Sie dazu die Software der Bundesagentur für Arbeit:
www.rehadat-elan.de.

Nichtmelden oder auch Verspätungen werden als Ordnungswidrigkeit eingestuft und können mit einem Bußgeld geahndet werden.

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